Asien Aktuell: News, Daten, Kämpfe, Bewegungen

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China Babies gesünder

1900

In China sind die Babies wegen besserer Ernährung größer, gesünder und schwerer als früher. Im letztem Jahrzehnt gab es in ländlichen Gegenden einen durchschnittlichen Längenzuwachs um zwei bis drei Zentimeter und der Anteil der Neugeborenen mit niedrigem Gewicht fiel jährlich um 1,25%. Besonders groß waren die Verbesserungen aber in großen Städten wie Beijing, Shanghai und Guangzhou.
aufgenommen: Sa., 15.7.2000

Quelle: Inside China Today, 15.7.00


China 2000 Tote Bergleute

1899

Im ersten halben Jahr sind in Chinas Kohleminen 2730 Bergleute durch Unfälle ums Leben gekommen, so berichten Staatszeitungen. Das ist ein Rückgang von 8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitrum 1999. Zugenommen haben aber die Todesfälle in den vielen kleinen Minen. Am Sonntag, 9.7., sind bei einem Brand in einem Bergwerk in der Provinz Gansu 17 Arbeiter umgekommen. (Siehe auch 1852, 1707, 936)
aufgenommen: Fr., 14.7.2000

Quelle: msnbc, 13.7.00


Indonesien 13.7.00 Unruhe(n)

1898

"Ich habe in diesem Monat allein schon 150 Fälle von Zerstörung von Polizei- oder Militärposten notiert, darunter auch ein Kommandeursbüro. Das zeigt, wie wütend die Gesellschaft zur Zeit ist.", so der Verteidigungsminister Juwono Sudarsono (Suara Pembaruan, 13.7.). In Cilacap, Zentraljava, mußte die Polizei Warnschüsse abgeben, um einen Lynchmob abzuhalten. Die Leute wollten einen Mann aus dem Polizeigefängnis holen, weil der bei einem Verkehrsunfall einen ihrer Nachbarn getötet haben soll (The Jakarta Post). Bei Ruteng, Insel Flores, wurde ein Polizeiposten abgefackelt, weil es Gerüchte gegeben hatte, daß dort Männer gefangen sitzen würden, die reife Bananen vergiftet haben sollen. Vor fünf Tagen hatte in Ruteng ein 7000 Köpfe starker Lynchmob zwei Männer umgebracht, die er mit Gewalt aus dem Polizeigefängnis (das Polizeihauptquartier ging anschließend in Flammen auf) geholt hatte. Die beiden Opfer waren verdächtigt, Hunde mit Tollwut-Virus-haltigem Fleisch gefüttert zu haben (The Indonesian Observer). In Ostjakarta gab es 20 Verletzte, als Bewohner zweier Wohnbereiche (im Viertel Matraman) aufeinander mit Mollies, Luftgewehren, Steinen losgingen (The Jakarta Post).
Die Unruheherde Molukken, Sulawesi kommen nicht zur Ruhe. In Poso, Zentralsulawesi, wurden in verschiedenen Vierteln Häuser angesteckt (Media Indonesia); in Ambon, Molukken, verloren 8 Menschen, darunter ein einheimischer Polizist, ihr Leben, 20 wurden schwer verletzt, verschiedene Häuser brannten (detikcom).
aufgenommen: Fr., 14.7.2000

Quelle: div., 14.7.00


Südkorea 11.7.00 Bankenstreik zuende

1897

Der Streik bei den Banken hat nur einen Tag gedauert. Die Streikbereitschaft war nur mäßig, es soll zu keinen nennenswerten Störungen gekommen sein. Bei Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Regierung wurde vereinbart, daß die Regierung auf Zwangsfusionen notleidender Banken verzichten will; statt dessen sollen weitere Gelder in Sektor gepumpt werden.
aufgenommen: Do., 13.7.2000

Quelle: The Korea Times, Chosun Ilbo; 13.7.00


Philippinen 10.-12.7.00 Deponiekatastrophe: mehr als 100 Tote; Müllnotstand

1896

Hütten der
DeponiebewohnerDer Zusammenrutsch der Deponie von Quezon am 10.7. hat weit mehr als 100 Tote gefordert; 122 Leichen waren nach den letzten Nachrichten geborgen. Nach offiziösen Angaben gelten noch 100 Menschen als vermisst, Bewohner der Hüttensiedlung sprechen aber von insgesamt 700 und wenden sich gegen ein zu frühes Ende der Bergungsmaßnahmen. (The Manila Times, 12.7.00) Diese sind schwierig, weil das nasse Zeug immer wieder nachrutscht. Inzwischen ist ein erbitterter Streit über eine Aussage des Bürgermeisters von Quezon City, Mathay, ausgebrochen, in der er die Bewohner der Hüttensiedlung auf der Deponie beschuldigte: die Stadt hätte sie schon längst umgesiedelt, aber sie hätten nicht gewollt. Dies wird von (organisierten) Müllsammlern der ersten Stunde vehement bestritten. (Philippine Daily Inquirer, 12.7.)
Die 22 Hektar große Deponie gibt es seit 1973 und hätte Mitte 1998 laut einer Entscheidung des damals neu gewählten Präsidenten Estrada geschlossen werden müssen. Es wurde sogar eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Umwandlung des Deponiegeländes in ein Wohngebiet entwickeln sollte - von dieser Arbeitsgruppe hat man aber nie mehr etwas gehört. Die Deponie wurde, mehr oder weniger illegal, weiter genutzt, weil es für ganz Metro Manila nur zwei Deponien (die andere soll im Dezember geschlossen werden) gibt und sonst keinerlei Möglichkeiten, mit dem Abfall fertig zu werden.. (Philippine Daily Inquirer, 12.7.) 2000 Tonnen wurden jeden Tag angeliefert. Alternativen wurden entweder nicht gesucht oder nicht gefunden, weil sich vorgesehene Viertel bzw. Ortschaften dagegen wehrten. Jetzt ist die Deponie gesperrt - was aber nur heißt, daß andere Städte nicht mehr anliefern dürfen. Die Müllautos, die vorgestern blockiert waren, werden weiterhin an einer anderen Ecke der Deponie entleert. Aufgrund der Situation ist in allen Städten des Großraums Manila schon der Müllnotstand ausgebrochen und es gibt Beschwerden über Abfall, der in den Straßen vor sich hin rottet. (The Manila Times, 12.7.00)
aufgenommen: Mi., 12.7.2000

Quelle: div.


Philippinen 10.7.00 Streik im öffentlichen Nahverkehr

1895

Die Stadtverwaltung von Manila City hält den Streik der Jeepney- und Tricycle-Fahrer für einen Mißerfolg; in vielen anderen Städten wie Quezon City, Angeles City, San Fernando, Cebu City wird dagegen ein zum Teil völliger Zusammenbruch des Verkehrs gemeldet. Die Transarbeiter streiken gegen die Benzinpreise, die zum 11. Mal in diesem Jahr erhöht worden sind. 46 Streikende sind verhaftet worden. (Siehe auch 1669)
aufgenommen: Di., 11.7.2000

Quelle: The Philippine Star, Philippine Daily Inquirer, 11.7.00


Indonesien 10.7.00 Streiks und andere Aktionen

1894

Präsident Abdurrahman Wahid hat in den seit 25 Tagen andauernden Arbeitskampf bei PT Kaltim Prima Coal (1874) bei Samarinda, Ostkalimantan, eingegriffen. Unter direktem Bezug auf KPC sagte er: "Sicherheit ist ein lebenswichtiger Faktor für die Nachhaltigkeit von Investment in Indonesien. Deshalb sind entsprechende Sicherheitsbedingungen wichtig für den ökonomischen Wiederaufschwung... Ich habe den Minister für Bergbau und Energie angewiesen, die Investitionen in Bergwerke mit Schutz zu versorgen". Um Minen zu schützen, solle auch militärische Gewalt angewendet werden, so Wahid (The Indonesian Observer). Inzwischen haben die Arbeiter bei Prima Coal ihre Torblockade aufgehoben, der Streik geht aber weiter. 66 Arbeiter sind schon entlassen, sie befürchten weitere 600 Entlassungen (Suara Kaltim).
In Tenggarong, Kalimantan, demonstrierten 300 ArbeiterInnen der PT Kitadin vor dem Bezirksparlament für mehrere Forderungen, darunter Erhöhung der Zulagen. (Suara Kaltim)
In Jakarta demonstrierten 300 Einwohner dreier Dörfer in Zentralkalimantan gegen die Sperrholzfabrik PT Korindo, die Einschlagsrechte für mehr als 92 000 Hektar besitzt. Die Leute sagen, sie hätten nicht nur nichts von der Fabrik, sondern die würde auch noch großen Schaden in der Umwelt anrichten. "Deshalb bitten wir nur um Eins: Schließen". (Detikcom)
Etwa 700 Plantagenarbeiter der PTP Mitra Ogan in Baturaja bei Palembang, Süd Sumatra, streiken für eine 200%ige Lohnerhöhung und andere Forderungen. (Sriwijaya Post)
Jakarta: Nachdem Sony am Freitag angekündigt hat, die 928 streikenden ArbeiterInnen (1770) zu entlassen (mit Zustimmung des Arbeitsministeriums), gab es gestern ein Hearing bei der zuständigen Komission des Parlaments; anwesend waren 100 ArbeiterInnen, Vertreter des Arbeitsministeriums. Sony selbst schickte nur 2 stellvertretende Produktionsleiter. Ein Sprecher der ArbeiterInnen (der vorher schon vom Assistent eines Produktionsleiters zum Kehrer befördert worden war) sagte, die Entscheidung Sonys, die ArbeiterInnen zu entlassen, wurde auf einem informellen Treffen zwischen dem Arbeitsministerium, der Industrie- und Handelskammern von Indonesien und Japan und Sony getroffen... "Unser Streik war völlig legal... Die Zustimmung des Ministeriums ist ein schlechter Präzendenzfall für die nationale Stabilität" (Kyodo News)
aufgenommen: Di., 11.7.2000

Quelle: div., 11.7.00


Südkorea 10.7.00 Bankenstreik

1893

Nachdem Verhandlungen mit der Regierung gescheitert sind, sind die gewerkschaftlich organisierten Bankangestellten in einen unbefristeten Streik getreten. Sie richten sich gegen einen Regierungsplan, der eine zweite Runde der Bankenrestrukturierung vorsieht (siehe 218 und vorher; mehr als 45 000 Bankangestellte haben 1998 ihren Job verloren (Korea Herald)). Die Regierung will u.a. drei hoch verschuldete Banken fusionieren; außerdem soll in Zukunft die Bildung von Finanzholdings erlaubt werden, um mehr Geld in den Sektor fließen zu lassen (Wall Street Journal). Die Gewerkschaft wirft der Regierung vor, einerseits riesige Summen den Banken zur Verfügung gestellt zu haben, andererseits aber z.B. die Banken gezwungen zu haben, der notleidenden Daewoo-Gruppe zu helfen, als die gerade restrukturiert wurde (Korea Herald)
20 000 Bankangestellte demonstrierten in Seoul; die Streikführer haben sich in der Myongdong-Kathedrale versammelt, weil die Staatsanwaltschaft ihre Verhaftung angedroht hat. "Der Streik wird nicht nur die Wirtschaft paralysieren, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Währung beschädigen und ist so eine große Hürde für den ökonomischen Wiederaufschwung", so ein Staatsanwalt (Business Day). 1300 Riot-Polizisten sind zu 13 bestreikten Banken geschickt worden, um zu verhindern, daß die Angestellten wieder (215) die Computer lahmlegen. (Korea Herald)
aufgenommen: Di., 11.7.2000

Quelle: div., 11.7.00


Indonesien 9.,10.7.00 Streit zwischen Dörfern: fast 500 Häuser zerstört

1892

Aus noch unbekanntem Anlaß ist bei einer Hochzeitsfeier in Harjosari bei Tegal, Zentraljawa, am Sonntag abend ein Einwohner des Nachbardorfes Karangmalang ums Leben gekommen; daraufhin umgingen hunderte (mit Mollies und Benzin ausgerüstete) Karangmalanger eine eilends aufgebaute Polizeisperre zwischen den Dörfern und fielen über Harjosari her: 368 Häuser wurden abgefackelt, 126 weitere zerstört. Ganze 123 Häuser sind noch bewohnbar. Etwa 1500 Leute aus Harjosari waren in den Wald geflüchtet und trauten sich bis Montag nachmittag nicht zurück.
aufgenommen: Di., 11.7.2000

Quelle: Kompas, 11.7.00


Hong Kong 9.7.00 Staatsangestellte demonstrieren

1891

Zwischen 5000 und 25 000 Zivilangestellte demonstrierten im Protest gegen Reformpläne der Regierung, die zu schlechteren Arbeitsbedingungen und niedrigeren Löhnen führen würden. Sie wandten sich gegen Privatisierung, befristete Verträge, niedrige Einstiegsgehälter, Streichung von Zulagen und Verschärfung von Disziplinarmaßnahmen.
aufgenommen: Mo., 10.7.2000

Quelle: The Straits Times, South China Morning Post, BBC News, 10.7.00


Indonesien 8.+9.7.00 124 Festnahmen wegen Unruhen in Poso

1890

Bei einer Razzia im Dorf Kolonedalle (bei Poso, Zentralsulawesi) sind 124 Menschen als vermutete Verursacher der Unruhen (von April bis Juni 2000) festgenommen worden. Die Sicherheitskräfte mussten sich den Weg ins Dorf freischiessen, die vermutlichen Rioter sollen einige automatische Waffen besessen haben. Früher schon waren 29 Polizisten bzw. Soldaten in Zusammenhang mit den Unruhen verhaftet worden.
Es sind bisher 211 Leichen in Massengräbern gefunden worden, die für Opfer der Unruhen gehalten werden. (S.a. 1833 und 641)
aufgenommen: Mo., 10.7.2000

Quelle: The Jakarta Post, 10.7.00


China 7.7.00 Weltbank finanziert Umsiedlung nach Tibet nicht

1889

(Siehe 1874) Nachdem die Regierung der Volksrepublik China weitere Bedingungen zur Durchführung des Umsiedlungsprojektes von 57 000 armen Bauern aus der mongolischen Steppe ins Hochland von Tibet abgelehnt hat, hat der Exekutivrat der Weltbank die Freigabe eines Kredits von 40 Millionen US$ abgelehnt und damit den Empfehlungen des eigenen Managements widersprochen, das sich mit der chinesischen Regierung schon längst geeinigt hatte. Die chinesische Regierung verurteilte scharf den "politischen Druck" auf die Weltbank und will das Projekt jetzt selbst finanzieren.
aufgenommen: So., 9.7.2000

Quelle: World Bank News Release 2001/004/EAP; BBC News, 7.7.00


Indonesien 6./7.7.00 Massaker auf Molukken

1888

Waai (bei Ambon, Insel Ambon): Mindestens 22 Menschen sind bei einem Angriff auf ein hauptsächlich von Christen bewohntes Dorf getötet worden, 60 wurden verletzt, hunderte Gebäude verbrannten. Einige hundert islamischer Kämpfer überfielen das Dorf von drei Seiten aus an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Granaten und Gewehren. Einige Tausend Dorfbewohner flohen in den Dschungel. Dies war der schlimmste Ausbruch von Gewalt seit der Ausrufung des Notstandes auf den Molukken (s.a. 1868). Allerdings sind in und bei Ambon allein in der letzten Woche schon 40 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Christen und Moslems getötet worden. Drei indonesische Christenführer sind z.Z. in Genf, um die UN um Hilfe zu bitten, weil die indonesischen Behörden nicht in der Lage oder Willens seien, der Gewalt Einhalt zu gebieten. Einer von ihnen beschuldigte die indonesische Armee, nichts zum Schutz des Dorfes getan zu haben.
aufgenommen: So., 9.7.2000

Quelle: BBC News, 8.7.00


Philippinen 7/00 Fischer gegen Nickelmine

1887

100 Ferkel wurden den 460 Familien der Insel Manicani, Ost Samar, von der Minengesellschaft Hinatuan Mining Corp. versprochen, um sie zur Zustimmung zur Wiederaufnahme der Nickelproduktion zu bewegen. Die Mine war 1992 eröffnet und 1995 wegen des Preisverfalls für Nickel wieder geschlossen worden; nicht ohne dabei eine weitgehende Zerstörung der Umwelt und der Existenzgrundlage der Einwohner (Bauern und Fischer) zu hinterlassen. Die Insel soll früher eine üppige Vegetation und mehr als genug Trinkwasser gehabt haben; heute ist nicht nur das Wasser knapp, sondern auch die Fischgründe um die Insel leer - wegen dem Staub aus der Nickelproduktion. Weil jetzt wieder schweres Gerät angebracht wurde, haben die Einwohner der Insel seit dem 16. Mai eine Barrikade aufgestellt, um den Leute der Bergwerkgesellschaft den Weg zu versperren. Auch das Angebot der Ferkellieferung hat daran nichts geändert. Nicht nur, weil schon früher die Firma immer wieder viel versprochen und nichts gehalten hat, sondern weil auch diesmal zum genannten Termin kein Ferkel zu sehen war. Die Firma, die einem Bruder des Staatssekretärs Ronaldo Zamora gehört, sagt, sie hätte Schwierigkeiten, soviele Ferkel auf einmal aufzutreiben...
aufgenommen: Sa., 8.7.2000

Quelle: Philippine Daily Inquirer, 8.7.00


Indonesien 6.6.00 Hühnerfarm geplündert

1886

Die Einwohner eines Dorfes bei Tangerang haben aus Protest gegen die Verhaftung zweier Nachbarn die Hühnerfarm PT Sari Jaya Farm geplündert. Die Beiden waren des Diebstahls von 45 Hühnern angezeigt worden. Die Leute zogen nun vor die Farm, um den Besitzer zur Rede zu stellen; trafen aber nur einen Wachmann. Nach kurzem Wortgefecht mischten sie das Büro auf und plünderten die Farm.
aufgenommen: Sa., 8.7.2000

Quelle: The Jakarta Post, 8.6.00


Thailand Rasi Salai-Staudamm

1885

Beim Kampf um den Rasi Salai-Staudamm können die Staudammgegner (s.a. 1778) einen Teilerfolg verzeichnen: Der Wissenschaftsminister hat angeordnet, daß alle sieben Schleusen für die nächsten zwei Jahre geöffnet werden, damit sich der Boden erholen kann. Eine Ministeriumsbehörde soll in dieser Zeit die Entschädigungsfragen regeln und mehrere Universitäten sollen aufgefordert werden, Umweltverträglichkeitsstudien zu erstellen.
aufgenommen: Fr., 7.7.2000

Quelle: Bangkok Post, 7.7.00


Indonesien 6.7.00 Tote auf Kalimantan

1884

Im Distrikt Kumai (Zentralkalimantan) sind bei Zusammenstöße zwischen Einheimischen und Binnenmigranten von der Insel Madura mindestens vier Menschen getötet worden. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Zuwanderern und den Alteingessenen (s.a. 832). 1997 waren die Maduresen Ziel von Angriffen in Westkalimantan, bei denen Hunderte getötet und Zehntausende der Zuwanderer vertrieben wurden.
aufgenommen: Fr., 7.7.2000

Quelle: The Jakarta Post, 7.7.00


China 7.7.00 Razzia gegen Schwulensauna

1883

Guangzhou: Bei einer Polizeirazzia in einer Schwulensauna wurden 37 Männer unter dem Vorwurf der Prostitution festgenommen. Präsident Jiang Zemin hat die Justizorgane aufgerufen "auf abstoßende soziale Phänomene loszuschlagen" (s.a. 1841); in einer dreimonatigen Kampagne soll der Prostitution (und anderen "sexuellen Aktivitäten" wie z.B. Striptease), dem Spielen und Drogenkonsum in Freizeiteinrichtungen wie Karaoke-Bars, Nachtclubs oder Saunen der Garaus gemacht werden (China Daily, 7.7.00).
Die Polizei behauptet, die Razzia in Guangzhou hätte nicht wegen der Schwulen stattgefunden, sondern weil in der Sauna Prostitution stattgefunden hat. Das Nachlassen der sozialen Kontrolle in China in den letzten Jahren hat den Schwulen größere Freiheiten gebracht, aber es gibt noch jede Menge Diskriminierungen und Belästigungen durch Behörden. (s.a. 1260)
aufgenommen: Fr., 7.7.2000

Quelle: BBC News, 7.7.00


Südkorea 5.7.00 Streiks dauern an

1882

Die Streiks im Lotte Hotel und im Swiss Grand (1875) dauern an. Seit dem Polizeieinsatz im Lotte halten die Beschäftigten ein Dauer-Sit-in vor der Myongdong Kathedrale in Seoul ab. Die Belegung des 1400-Zimmer-Hotels liegt derzeit bei 17%; vor dem Streik waren es 90%. Auch im Swiss Grand, das 2500 Zimmer hat, ist die Belegung um 30% zurückgegangen; dort sind 230 ArbeiterInnen im Streik.
Auch die Beschäftigten der Nationalen Krankenversicherung (1877) kämpfen weiter; sie veranstalten tägliche Demos.
aufgenommen: Do., 6.7.2000

Quelle: Chosun Ilbo, The Korea Times, 6.7.00


Philippinen 4.7.00 Triumph-ArbeiterInnendemo

1881

BH-DemoManila: Ca. 30 ArbeiterInnen des internationalen Unterwäschekonzerns Triumph (s.a. 1600, 1101) demonstrierten zum Arbeitsministerium. Sie fordern eine Lohnerhöhung um 100 Peso/Tag (DM 4,68) und bessere Arbeitsbedingungen. Da die DemonstrantInnen (Frauen und Männer) am Oberkörper außer BHs fast nichts anhatten, erregte die kleine Aktion beträchtliche Aufmerksamkeit. Als Zeichen ihres Protestes verbrannten die ArbeiterInnen eine gigantische Nachbildung des in der Fabrik produzierten "Millenium-BHs".
aufgenommen: Mi., 5.7.2000

Quelle: BBC News, 5.7.00

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15. Juli 2000